
RückkehrLinkshänderInnen können bei verschiedenen Tätigkeiten zum Gebrauch der rechten Hand umgeschult sein. Im klassischen Fall ist es das Schreiben. Gar nicht wenige LinkshänderInnen haben aber freiwillig oder unter Zwang einen großen Teil ihre Handlungsabläufe umgedreht und die nicht dominante rechte Hand zur Führungshand erhoben. Das kann Umschulungsfolgen in unterschiedlichen Bereichen und Ausprägung auslösen. Umgeschulte LinkshänderInnen berichten häufig von einem inneren Gefühl der Unzufriedenheit. Sie können sich und ihre Fähigkeiten selbst schwer einschätzen. Viele möchten sich selbst besser kennen lernen, um ihr Potential umsetzen zu können. Daraus erwächst das Bedürfnis ihre verborgene Anlage zu entdecken und in ihr Leben zu integrieren. Viele Betroffene stellen sich zurecht die Frage ob es sinnvoll ist, den Weg zurück zur ursprüngliche Anlage zu gehen. Durch die Rückkehr auf die dominante Seite lockert sich der sogenannte „Knoten im Gehirn", die Verarbeitungswege der Gedanken werden einfacher. Die rechte Gehirnhälfte, die bei vielen umgeschulten LinkshändernInnen durch die Hemmung der linken Körperhälfte blockiert ist, kann nun ihre kreativen Möglichkeiten einbringen. Sind die ersten Hürden erst einmal genommen, entwickeln viele RückkehrerInnen eine große Freude am Tun mit der linken Hand. Sie empfinden diese Handlungen als stimmig. Dennoch gibt es auch Rückschläge und Stagnation, die es zu überwinden gilt. Die Frage „Wann ist die Rückschulung abgeschlossen?" tritt immer mehr in den Hintergrund und „der Weg wird zum Ziel". Der Prozess, so höre ich immer wieder von KlientInnen, ist zwar mühsam und langwierig oder von Rückschlägen gebremst. Häufig ist er aber von einer anhaltenden positiven Aufbruchstimmung geprägt. Jede Rückkehr ist ein individuelles Ereignis. Entsprechend der jeweiligen Persönlichkeiten werden Länge und Kraftaufwand unterschiedlich wahrgenommen. Auch das innere Erleben dieses Weges hängt natürlich sehr von der Person und ihrer speziellen Lebensgeschichte und Situation ab. Ein besonders wichtiges Instrument auf dieser Reise zur ursprünglichen Anlage ist die Körperwahrnehmung. Mit ihr werden Tempo und Intensität der Veränderungen festgelegt, immer wieder hinterfragt und angepasst. Während der Rückkehr kommt es oft zu nicht vorhersehbare Überraschungen: neue Persönlichkeitsanteile können frei werden, Umschulungsfolgen schwächer werden oder gar verschwinden und neue Zukunftsperspektiven eröffnen sich. Grundlage für eine Rückkehr ist immer die innere Sicherheit als LinkshänderIn geboren zu sein. Diese Klarheit haben viele umgeschulte LinkshänderInnen von je her, anderen hilft ein Händigkeits-Feedback dahin zu gelangen. Der Prozess des neu Schreiben Lernens stellt eine besondere Herausforderung dar und gelingt mit dem entsprechenden „Know-how" besser. Er wird hier als Rückschulung bezeichnet. Rückschulung der Schreibhand bei Erwachsenen: Die Rückschulung auf die dominante Hand ist in jedem Fall ein längerer Prozess, in dem immer wieder Erleichterung aber auch Rückschläge erfahren werden. Die tatsächliche Länge ist individuell sehr unterschiedlich. Viele positive Veränderungen werden erst dann deutlich, wenn die Umstellung schon einige Zeit vollzogen ist und nur noch mit der linken Hand geschrieben wird. Viele Betroffene berichten aber schon zu Beginn des Prozesses von Erleichterung im Bereich Psyche, Persönlichkeit sowie von Veränderungen im Bereich Konzentration und Gedächtnis.
Grundsätzlich ist Rückschulung eine persönliche und individuelle Angelegenheit und die
Entscheidung dafür muss gut durchdacht werden. Es gibt für den Rückschulungsprozess Phasen
und Zeitpunkte, die günstig sind und solche die eher hemmend wirken.
Ein allgemein gültiges Rezept für das Gelingen einer Rückschulung gibt es nicht, weil jeder
anders ist und daher in dieser Angelegenheit seinen persönlichen Weg gehen muss. Bitte lesen Sie den
folgenden Text aufmerksam durch und überlegen Sie dann erneut, ob eine Rückschulung für Sie
in Frage kommt.
Folgende Faktoren sind für das Gelingen einer Rückschulung unbedingt erforderlich:
Faktoren, die eine Rückschulung erschweren oder unmöglich machen:
In der begleiteten Rückschulung biete ich Ihnen folgende Schwerpunkte an:
Rückschulung der Schreibhand von Schulkindern Ein beträchtlicher Teil der linkshändig geborenen Kinder stellt sich unter Einfluss von Bezugspersonen oder als Anpassung an die rechtshändig agierende Umgebung und die für Rechtshänderinnen ausgerichteten ergonomischen Bedingungen auf den hauptsächlichen Gebrauch der rechten Hand um. Häufig sind die betroffenen Kinder längst eingeschult und haben das Schreiben mit der rechten Hand gelernt. Im Zusammenhang mit Lernschwierigkeiten wie Legasthenie und Dyskalkulie, Konzentrationsprobleme und Verhaltensauffälligkeiten wird dann nach Ursachen gesucht und eine versteckte Linkshändigkeit entdeckt.
Die Rückschulung auf die dominante Hand ist in jedem Fall ein längerer Prozess, in dem immer wieder
Erleichterung aber auch Rückschläge erfahren werden. Die tatsächliche Länge ist
individuell sehr verschieden. Das ganze Ausmaß an positive Veränderungen wird erst dann deutlich,
wenn die Umstellung schon einige Zeit vollzogen ist und nur noch mit der linken Hand geschrieben wird.
Allein schon durch das Erkennen der Zusammenhänge zwischen Umschulung und schulischen Problemen fassen
viele Kinder wieder Mut. Damit ist eine gewisse Erleichterung schon zu Beginn des Rückschulungsprozesses
zu erklären. Das Ausmaß der Verbesserung im schulischen und psychischen Bereich ist jedenfalls
sehr individuell und von einigen durch die Rückschulung nicht beeinflussbaren Faktoren
(Wahrnehmungsdefiziten, Teilleistungsstörungen, …) abhängig.
Bitte lesen Sie den folgenden Text aufmerksam durch und überlegen Sie dann erneut, ob eine Rückschulung für ihr Kind in Frage kommt. Folgende Faktoren sind für das Gelingen einer Rückschulung unbedingt erforderlich:
Faktoren, die eine Rückschulung erschweren oder unmöglich machen:
Die begleitenden Beratungseinheiten finden je nach Bedarf in einem Abstand von 2-6 Wochen statt. Diese Sitzungen haben folgende Schwerpunkte:
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